Karnevalkostüme und Fasching

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Karneval Verkleidung Im Mittelalter

Zwar in Kirchen, jedoch nicht kirchlich, feierte man im mittelalterlichen Europa „Narrenfeste“ vom 12. Jahrhundert bis zum Ende des 16. Jahrhunderts um den Epiphaniastag (6. Januar). Die unteren Kleriker übernahmen dabei vorübergehend Rang und Privilegien der höheren Geistlichkeit. Kirchliche Rituale wurden parodiert; auch ein „Pseudopapst“ wurde gekürt, am 28. Dezember, am Tag der unschuldigen Kinder, wurde oft ein Kinderbischof gekürt, welcher dem Rollentausch ähnlich dem „Pseudopapst“ gleichte. Auch die Bewohner der Städte wurden, in Gestalt von Prozessionen, am Fest beteiligt. Narren- oder Eselsmessen waren auch während der eigentlichen Karnevalstage weit verbreitet.

In der Speyerer Chronik des Stadtschreibers Christoph Lehmann von 1612 der aus alten Akten Karneval Megastore - ALLES für Karneval, Halloween und Mottoparties in der Riesenauswahl!findet sich eine der ältesten Erwähnungen der Fastnacht. Sie berichtet: „Im Jahr 1296 hat man Unwesen der Fastnacht etwas zeitig angefangen / darinn etliche Burger in einer Schlegerey mit der Clerisey Gesind das ärgst davon getragen / hernach die Sach beschwerlich dem Rhat angebracht / und umb der Frevler Bestrafung gebetten.“ (Clerisey Gesind meint die Bediensteten des Domkapitels und des Bischofs, also der Kleriker, in der Domimmunität)

Auf die augustinischen Lehren vom Zwei-Staaten-Modell wird die mittelalterliche Fastnacht zurückgeführt. Die Fastnacht steht daher für die civitas diaboli (den Staat des Teufels). Daher wurde, von der Kirche, die oftmals ausartende Fastnacht als didaktisches Beispiel geduldet, um zu zeigen, dass die civitas diaboli wie auch der Mensch vergänglich ist und am Ende Gott siegreich bleibt. Die Fastnacht musste daher mit dem Aschermittwoch enden, um die unausweichliche Umkehr zu Gott zu verdeutlichen. Während, bei gotteslästernden Szenen während der Fastnacht, die Kirche untätig blieb, wurde ein Weiterfeiern der Fastnacht in den Aschermittwoch hinein streng verfolgt.
Im ausgehenden 14. und 15. Jahrhundert wurde insbesondere im deutschen Raum Fastnacht gefeiert, so z. B. die Nürnberger Schembartläufe. Auch der Narr fand um diese Zeit Einzug in die Fastnacht, der im didaktischen Sinne der Fastnacht auf die Vergänglichkeit hinweisen sollte.

Insbesondere in Tirol wird in manchen Fastnachten vor diesem Hintergrund bereits am Fastnachtsdienstagabend zum „Betzeitläuten“ die Maske um sechs Uhr abgelegt. Zu dieser Uhrzeit ist der Hintergrund die [vor-]urchristliche Tradition, wonach bereits mit dem Einbruch der Nacht der neue Tag beginnt.

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